Altman Z-Score Rechner
Prognostizieren Sie das Insolvenzrisiko mit dem 5-Kennzahlen-Altman-Z-Score-Modell.
Funktionsweise
Geben Sie sieben Finanzkennzahlen aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung eines Unternehmens ein: Umlaufvermögen, Gesamtvermögen, Gewinnrücklagen, EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern), Marktwert des Eigenkapitals, Buchwert der Gesamtverbindlichkeiten und Gesamtumsatz. Wählen Sie das passende Modell je nach Unternehmenstyp — börsennotierte Industrie (Originalformel 1968), Privatunternehmen (angepasste Koeffizienten) oder Nicht-Industrie (Dienstleistungsunternehmen).
Der Rechner berechnet die fünf Finanzkennzahlen und wendet Altmans gewichtete Koeffizienten an, um einen Z-Score zu erzeugen. Der Beitrag jeder Kennzahl zum Endergebnis wird in der Aufschlüsselungstabelle angezeigt. Der Score wird in drei Zonen eingeteilt: Sichere Zone (Z > 3,0, geringes Insolvenzrisiko), Grauzone (1,8 ≤ Z ≤ 3,0, mäßige Vorsicht) und Gefahrenzone (Z < 1,8, hohe Insolvenzwahrscheinlichkeit innerhalb von zwei Jahren).
FAQ
Was ist der Altman Z-Score?
Der Altman Z-Score ist eine Formel, die die Wahrscheinlichkeit einer Unternehmensinsolvenz innerhalb von zwei Jahren vorhersagt. Sie kombiniert fünf Finanzkennzahlen — Liquidität, Rentabilität, Verschuldung, Solvenz und Aktivität — zu einer einzigen Punktzahl. Ein Wert unter 1,8 signalisiert ein hohes Insolvenzrisiko, während über 3,0 auf finanzielle Gesundheit hinweist.
Was ist der Unterschied zwischen den drei Modellen?
Die ursprüngliche Formel von 1968 wurde für börsennotierte Industrieunternehmen entwickelt. Für private Unternehmen ersetzte Altman den Marktwert des Eigenkapitals durch den Buchwert und passte die Koeffizienten an. Das Nicht-Industrie-Modell (1993) lässt das Verhältnis Umsatz/Gesamtvermögen weg und verwendet andere Gewichtungen für Dienstleistungsunternehmen.
Was messen die fünf Kennzahlen?
Umlaufvermögen / Gesamtvermögen (Liquidität), Gewinnrücklagen / Gesamtvermögen (kumulierte Rentabilität), EBIT / Gesamtvermögen (operative Effizienz), Marktwert des Eigenkapitals / Gesamtverbindlichkeiten (Solvenz/Marktstimmung) und Umsatz / Gesamtvermögen (Kapitalumschlag). Jede Kennzahl erfasst eine andere Dimension der finanziellen Gesundheit.
Funktioniert der Z-Score für alle Unternehmenstypen?
Der Z-Score funktioniert am besten für Industrie- und Fertigungsunternehmen. Er ist weniger zuverlässig für Finanzunternehmen (Banken, Versicherungen), Startups ohne Gewinnhistorie und Dienstleistungsunternehmen mit wenigen Sachanlagen. Verwenden Sie das Nicht-Industrie-Modell für Dienstleistungsunternehmen.
Wie weit in die Zukunft kann der Z-Score vorhersagen?
Der Score ist am genauesten für einen Horizont von 1-2 Jahren. Altmans ursprüngliche Studie zeigte eine Genauigkeit von 72 % bei der Insolvenzvorhersage ein Jahr im Voraus, die auf etwa 48 % bei zwei Jahren sank. Er sollte als ein Indikator unter vielen verwendet werden — nicht als alleiniges Entscheidungsinstrument.
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